Wie ein Handwerksbetrieb bei Google in seiner Region auf Seite 1 kommt
Regional gefunden zu werden ist kein Zufall und kein Geheimnis. Es sind vier Bausteine — und der wichtigste kostet nichts außer Sorgfalt.
„Wir stehen bei Google nicht auf Seite 1“ — dieser Satz fällt in fast jedem ersten Gespräch. Meistens ist er nur zur Hälfte richtig: Für den eigenen Betriebsnamen steht praktisch jeder auf Platz 1. Nicht gefunden wird der Betrieb für das, was der Kunde tatsächlich eintippt — sein Problem und seinen Ort.
Der Unterschied ist entscheidend, denn diese Suchen sind die einzigen, die Aufträge bringen.
Wonach regional wirklich gesucht wird
Menschen suchen nicht nach Gewerken, sondern nach Situationen: „heizung tropft“, „bad umbauen kosten“, „dachrinne undicht“, dazu ein Ort oder schlicht „in der nähe“. Die zweite große Gruppe sind Suchen mit klarer Absicht: „elektriker“ plus Ortsname.
Diese beiden Gruppen brauchen unterschiedliche Antworten — die erste eine Seite, die das Problem erklärt, die zweite eine Seite, die den Ort nennt und die Telefonnummer zeigt.
Baustein 1: Der Eintrag im Kartendienst
Der Eintrag bei Google ist der schnellste Hebel und kostet nichts. Vollständig heißt: exakte Anschrift, Öffnungszeiten, Leistungen, Einsatzgebiet, echte Fotos vom Betrieb und von der Arbeit, Telefonnummer und Website.
Zwei Punkte, die häufig fehlen: Die Angaben müssen mit denen auf Ihrer Website übereinstimmen — Schreibweise, Rechtsform, Telefonnummer. Und Fotos veralten; ein Eintrag, dessen letztes Bild vier Jahre alt ist, wirkt wie ein Betrieb, den es vielleicht nicht mehr gibt.
Baustein 2: Seiten für die Orte, in denen Sie arbeiten
Wer in zwölf Gemeinden arbeitet, hat zwölf verschiedene Suchanfragen — aber meistens nur eine Seite, auf der „Region Nürnberg“ steht. Für den Ort, in dem der Kunde sucht, gibt es dann nichts Passendes.
Ortsseiten schließen diese Lücke, aber nur, wenn sie sich unterscheiden. Zwölf Seiten mit demselben Text und ausgetauschtem Ortsnamen erkennt jede Suchmaschine, und sie wertet sie ab. Was funktioniert, sind Angaben, die tatsächlich zum Ort gehören: Entfernung, Anfahrt, Ortsteile, was dort gebaut wird, welche Aufgaben dort typisch sind.
Wir haben genau das für unseren eigenen Betrieb gemacht: 80 Ortsseiten im Umkreis von zwanzig Kilometern, jede mit eigenen Angaben. Wir wenden auf uns selbst an, was wir verkaufen — und wir wissen deshalb auch, wie viel Arbeit in einer solchen Seite steckt.
Baustein 3: Bewertungen
Bewertungen sind für die regionale Suche ein starkes Signal — und für den Kunden oft das letzte Argument vor dem Anruf. Wichtig ist weniger die perfekte Note als die Menge, die Aktualität und die Antwort des Betriebs.
Der einfachste Weg zu Bewertungen: fragen, direkt nach der Abnahme, wenn der Kunde zufrieden ist. Nicht per Serienmail Wochen später. Und antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf die schlechte — sachlich, kurz, ohne Rechtfertigung. Diese Antwort lesen die nächsten zehn Interessenten.
⛔ Was nicht geht: Bewertungen kaufen oder Mitarbeiter schreiben lassen. Das fällt auf, und es kostet mehr als es bringt.
Baustein 4: Inhalte, die Antworten geben
Der langsamste, aber haltbarste Baustein. Jede Frage, die Sie am Telefon zehnmal im Monat hören, ist ein Kandidat für eine Seite: Was kostet eine Besichtigung, wie lange dauert ein Badumbau, was muss der Kunde vorbereiten.
Das wirkt doppelt. Google zeigt solche Seiten bei genau diesen Suchen. Und KI-Assistenten, die immer mehr Menschen statt der Suchmaschine fragen, zitieren bevorzugt klare Frage-Antwort-Abschnitte. Wer nur Werbesätze schreibt, kommt in dieser Antwort nicht vor.
Was nicht wirkt
- Ortsnamen in den Fußbereich schreiben. Eine Liste mit 40 Gemeinden ohne eigenen Inhalt bringt nichts und sieht nach Trick aus.
- Dieselbe Seite vierzigmal kopieren. Siehe oben.
- Werbung schalten, bevor die Seite trägt. Anzeigen bringen Besucher auf eine Seite, die nicht überzeugt. Das Geld ist weg, die Anfrage kommt trotzdem nicht.
- Alles auf einmal. Ein vollständiger Eintrag plus fünf gute Ortsseiten wirken mehr als vierzig halbfertige.
Wie lange dauert das?
Der Eintrag wirkt in Tagen bis Wochen. Ortsseiten und Inhalte brauchen Monate — Google muss sie finden, einordnen und Vertrauen aufbauen. Wer nach drei Wochen keine Wirkung sieht, hat nichts falsch gemacht; er ist nur noch nicht so weit.
Deshalb die Reihenfolge: erst der Eintrag, dann die Seiten für die wichtigsten Orte, dann Bewertungen einsammeln, dann Inhalte. Werbung zuletzt und nur dann, wenn die Seite konvertiert.
Häufige Fragen
Bringt es etwas, für jede Gemeinde eine Seite zu haben?
Nur wenn jede Seite eigene Angaben enthält. Als Faustregel: Wenn Sie den Ortsnamen austauschen könnten und der Text weiter passt, ist die Seite wertlos.
Wie viele Orte sind sinnvoll?
Die, in denen Sie wirklich arbeiten und arbeiten wollen. Ein Betrieb, der 60 Kilometer weit fährt, sollte das auch abbilden — aber niemand sollte Orte behaupten, in die er nicht fährt.
Was ist wichtiger: Google oder KI-Suchen?
Heute noch Google, mit deutlich wachsendem Anteil der KI-Antworten. Die gute Nachricht: Beides belohnt dieselben Dinge — klare Inhalte, echte Angaben, saubere Technik.
Wir haben keine Zeit dafür. Was ist das Minimum?
Vollständiger Eintrag mit aktuellen Fotos, korrekte Telefonnummer überall, und nach jeder Abnahme nach einer Bewertung fragen. Das kostet pro Woche Minuten und wirkt.
Der nächste Schritt
Suchen Sie einmal selbst nach Ihrem Gewerk plus dem Nachbarort — im privaten Fenster, damit Ihre eigenen Besuche das Ergebnis nicht färben. Was Sie dort sehen, ist der ehrliche Ausgangspunkt.
Wenn Sie das ändern wollen: 09195 9392909 oder info@xaicore.de.
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