Google Ads für Handwerksbetriebe — was vorher stimmen muss
Bezahlte Anzeigen sind der schnellste Weg zu Anfragen und der schnellste Weg, Geld zu verbrennen. Was vorher stehen muss und wie Sie ein Budget kontrolliert einsetzen.
Bezahlte Anzeigen bei Google sind für Handwerksbetriebe der schnellste Weg zu Anfragen — und der schnellste Weg, Geld ohne Gegenwert auszugeben. Der Unterschied liegt fast nie in der Anzeige selbst.
Was vorher stehen muss
Anzeigen bringen Besucher auf Ihre Seite. Alles, was dort nicht funktioniert, kostet ab dann Geld:
- Der Eintrag im Kartendienst ist vollständig und hat aktuelle Fotos. Er ist kostenlos und wirkt auch ohne Anzeigen.
- Die Seite lädt schnell — Handy, ohne WLAN, unter zwei Sekunden.
- Die Telefonnummer wählt beim Antippen, und die E-Mail-Adresse steht daneben.
- Die Seite, auf der die Anzeige landet, passt zur Anzeige. Wer „Badsanierung“ bewirbt und auf die Startseite schickt, verliert die Hälfte.
- Es ist messbar, was ankommt. Ohne Erfassung von Anrufen und Formularen wissen Sie hinterher nur, was Sie ausgegeben haben.
Fehlt einer dieser Punkte, ist er der bessere erste Schritt.
Welche Kampagnenarten taugen
Suchanzeigen auf Ortsbezug. Der Kern: Gewerk plus Ort, mit begrenztem Umkreis. Wer nach „Elektriker Forchheim“ sucht, hat ein Anliegen — das ist der wertvollste Klick, den es gibt.
Anzeigen im Kartendienst. Führen direkt zum Anruf, ohne Umweg über die Website. Für Handwerk oft die effizienteste Form.
Wiederansprache von Besuchern, die schon einmal auf Ihrer Seite waren. Kleines Budget, hohe Trefferquote.
Automatische Kampagnen können funktionieren, brauchen aber eine saubere Erfolgsmessung. Ohne sie optimiert das System auf das falsche Ziel — meistens auf billige Klicks statt auf Anfragen.
Was regelmäßig Budget verbrennt
- Zu weit gefasste Suchbegriffe. „Reparatur“ zieht Klicks aus dem ganzen Land. Die Ortsbegrenzung allein reicht nicht, weil sie den Standort des Suchenden schätzt.
- Fehlende Ausschlusslisten. „Job“, „Ausbildung“, „gebraucht“, „selber machen“, „kostenlos“ — wer diese Wörter nicht ausschließt, zahlt für Klicks, die nie ein Auftrag werden.
- Teure Begriffe ohne klares Angebot. Themen wie Photovoltaik oder Wärmepumpe sind umkämpft. Ohne erkennbares Alleinstellungsmerkmal zahlen Sie den Marktpreis für Aufmerksamkeit, die woanders zum Auftrag wird.
- Anzeigen ohne Telefonnummer, wo der Kunde anrufen will.
- Blindes Hochskalieren nach einer guten Woche.
Wie Sie ein Budget kontrolliert einsetzen
- Klein anfangen und die Zahl auf einen Monat festlegen, den Sie ohne Ergebnis verkraften.
- Wenige, enge Suchbegriffe. Lieber fünf treffende als fünfzig ungefähre.
- Ausschlussliste vom ersten Tag an, und wöchentlich erweitern anhand der tatsächlichen Suchanfragen.
- Vier Wochen laufen lassen, ohne täglich zu drehen. Wer jeden Tag ändert, misst nichts.
- Dann entscheiden: Kommen Anfragen, die Sie annehmen wollen? Wenn ja, in Schritten erhöhen. Wenn nein, zuerst die Landeseite ansehen, nicht das Budget.
Was Sie messen müssen — sonst raten Sie
- Anrufe aus der Anzeige, getrennt von Anrufen aus der normalen Suche
- abgeschickte Formulare
- daraus entstandene Ortstermine
- daraus entstandene Aufträge
Erst die letzte Zahl sagt, ob es sich lohnt. Klicks und Sichtbarkeit sagen es nicht.
Häufige Fragen
Wie viel Budget braucht man mindestens?
So viel, dass in einem Monat genug Daten entstehen, um zu entscheiden — bei einem eng gefassten lokalen Gewerk ist das weniger als bei einem umkämpften Thema. Wichtiger als die Höhe ist, dass Sie den Betrag drei Monate durchhalten können.
Lohnt sich das neben gutem Ranking?
Wenn Sie ohnehin oben stehen, ist der Zusatznutzen kleiner. Sinnvoll bleibt es für Leistungen, bei denen Sie nicht ranken, und für Zeiten, in denen das Auftragsbuch Luft hat.
Kann ich das selbst machen?
Der Aufbau ja, mit etwas Einarbeitung. Der Aufwand liegt in der wöchentlichen Pflege der Ausschlussliste — genau dort wird meistens gespart, und genau dort entsteht der Verlust.
Was ist mit Anzeigen in sozialen Netzwerken?
Sie erreichen Menschen, die nicht gerade suchen. Für Aufträge ist die Suche stärker; für Mitarbeitergewinnung sind die sozialen Netzwerke oft der bessere Weg.
Der nächste Schritt
Prüfen Sie die fünf Punkte aus dem ersten Abschnitt. Fehlt einer, fangen Sie dort an — das kostet nichts und wirkt sofort.
09195 9392909 oder info@xaicore.de.