Website für Handwerksbetriebe: was sie können muss, damit Anfragen kommen
Viele Betriebe haben eine Website und trotzdem kein einziges Auftragsgespräch daraus. Fünf Dinge entscheiden darüber — und jedes davon können Sie in zehn Minuten selbst prüfen.
Die meisten Handwerksbetriebe haben eine Website. Deutlich weniger bekommen darüber Aufträge. Der Unterschied liegt selten am Aussehen — er liegt an fünf Dingen, die entweder da sind oder eben nicht.
Dieser Artikel beschreibt diese fünf Punkte so, dass Sie jeden davon an Ihrer eigenen Seite nachprüfen können. Ohne Werkzeug, ohne Fachwissen, in etwa zehn Minuten.
Wie ein Kunde wirklich sucht
Wer einen tropfenden Heizkörper hat, sucht meist nicht nach Ihrem Betriebsnamen. Er tippt sein Problem und seinen Ort ins Handy, bekommt eine Liste, öffnet die ersten zwei oder drei Treffer und entscheidet in wenigen Sekunden, ob er hier anruft oder zurückgeht.
Drei Dinge passieren in diesen Sekunden: Die Seite lädt — oder er ist weg. Er erkennt, dass Sie sein Problem lösen — oder er ist weg. Er findet die Telefonnummer, ohne zu suchen — oder er ist weg.
Alles andere, von der Bildsprache bis zum Text über die Firmengeschichte, kommt danach. Es ist nicht unwichtig, aber es entscheidet nichts, wenn einer der drei Punkte fehlt.
1. Die Seite muss in unter zwei Sekunden da sein
Und zwar am Handy im Mobilfunknetz, nicht am Bürorechner im WLAN. Das ist der häufigste Selbstbetrug: Im Büro lädt jede Seite schnell, weil der Browser sie schon kennt.
So prüfen Sie es: Handy nehmen, WLAN ausschalten, Ihre Adresse eintippen, mitzählen. Wer bei „einundzwanzig, zweiundzwanzig“ noch auf eine weiße Fläche schaut, verliert Anfragen.
Der häufigste Grund für lange Ladezeiten sind Bilder, die in voller Kameraauflösung hochgeladen wurden, und Baukastensysteme, die bei jedem Aufruf erst zusammenbauen, was sie zeigen wollen. Wir liefern Seiten statisch aus und berechnen jedes Bild vorher — dieselbe Seite, die Sie gerade lesen, ist so gebaut.
2. Die Telefonnummer gehört dorthin, wo der Daumen ist
Handwerkskunden rufen an. Sie schreiben keine E-Mail über ein Formular mit acht Feldern und sie warten nicht auf eine Antwort am nächsten Werktag.
Die Nummer gehört sichtbar in den oberen Bereich, sie gehört ans Ende jeder Seite, und sie muss beim Antippen wählen — nicht markieren. Dasselbe gilt für die E-Mail-Adresse: Beide Kontaktwege stehen immer zusammen, damit jeder den nimmt, der ihm liegt.
So prüfen Sie es: Ihre Seite am Handy öffnen und die Nummer antippen. Öffnet sich der Wählbildschirm? Wenn nicht, ist sie als Text hinterlegt und nicht als Anruf.
3. Zeigen, was Sie gebaut haben
Ein Bild Ihrer fertigen Arbeit sagt mehr über Ihre Qualität als jeder Satz darüber. Drei ehrliche Fotos von echten Baustellen wirken stärker als zwanzig gekaufte Bilder mit lächelnden Modellen in sauberer Arbeitskleidung.
Wichtig ist die Zuordnung: Was war die Aufgabe, was ist daraus geworden. Ein Bild ohne Bildunterschrift ist Dekoration, ein Bild mit zwei Sätzen dazu ist ein Argument.
Wo ein Betrieb noch keine brauchbaren Fotos hat, erzeugen wir die Bilder für den ersten Eindruck. Die Referenzen bleiben aber immer echte Arbeit aus dem Betrieb — alles andere fällt auf.
4. Sagen, wo Sie arbeiten
„Wir sind für Sie da“ beantwortet die Frage nicht, die der Kunde hat: Kommen Sie zu mir? Ein Betrieb, der sein Einsatzgebiet mit den Orten benennt, in denen er tatsächlich arbeitet, gewinnt zwei Dinge — der Kunde weiß Bescheid, und Google weiß es auch.
Das ist der Grund, warum wir für unseren eigenen Betrieb Ortsseiten im Umkreis von zwanzig Kilometern pflegen. Wir wenden auf uns selbst an, was wir verkaufen.
5. Von Google und von KI-Suchen verstanden werden
Ein wachsender Teil der Kunden fragt nicht mehr bei Google, sondern in einem KI-Assistenten: „Wer macht Bäder in meiner Gegend und hat kurzfristig Zeit?“ Die Antwort entsteht aus Texten, die eine KI lesen und zitieren kann.
Zitierbar sind klare Frage-Antwort-Abschnitte, konkrete Angaben und benannte Orte. Nicht zitierbar sind Marketingsätze ohne Inhalt. Wer heute „führender Anbieter für innovative Lösungen“ schreibt, taucht in dieser Antwort nicht auf.
Was eine Website nicht leistet
Damit die Erwartung stimmt: Eine Website ersetzt keinen Rückruf. Sie füllt kein leeres Auftragsbuch in einer Woche. Und sie macht aus einem Betrieb, der telefonisch nie erreichbar ist, keinen Betrieb mit vollen Terminen — der Anruf, den niemand annimmt, ist danach nur besser sichtbar verloren.
Was sie leistet: Sie sorgt dafür, dass der Kunde, der Sie sucht, Sie findet und den ersten Schritt macht. Alles danach ist Ihr Handwerk.
Die Prüfliste zum Mitnehmen
- Lädt die Startseite am Handy im Mobilfunknetz in unter zwei Sekunden?
- Wählt die Telefonnummer beim Antippen, und steht die E-Mail-Adresse daneben?
- Sieht man auf den ersten Blick, welches Gewerk Sie ausüben?
- Stehen die Orte, in denen Sie arbeiten, im Text — nicht nur auf einer Karte?
- Gibt es Bilder echter Arbeiten mit einer Zeile Erklärung?
- Beantwortet die Seite die drei Fragen, die Sie am Telefon täglich hören?
- Findet ein Bewerber in zwei Klicks, wie er sich bewerben kann?
Wer sechs oder sieben Punkte erfüllt, hat eine Website, die arbeitet. Bei drei oder weniger bringt jede Werbung wenig — das Geld versickert auf einer Seite, die nicht abholt.
Häufige Fragen
Reicht ein Google-Eintrag nicht aus?
Für den ersten Kontakt oft ja. Der Eintrag zeigt Nummer, Öffnungszeiten und Bewertungen. Was er nicht zeigt: Ihre Arbeit, Ihr Einsatzgebiet, Ihre Antworten auf die üblichen Fragen — und er gehört Ihnen nicht. Beides zusammen ist stark, der Eintrag allein bleibt austauschbar.
Wie oft muss eine Website erneuert werden?
Inhaltlich laufend, gestalterisch etwa alle drei Jahre. Bei uns ist das Redesign alle 36 Monate ohne Aufpreis enthalten, damit diese Frage gar nicht erst zur Kostenfrage wird.
Wir haben eine Seite von einem Baukasten. Muss die weg?
Nicht zwingend. Prüfen Sie zuerst die fünf Punkte oben. Scheitert es nur an der Ladezeit, ist oft schon viel gewonnen, wenn die Bilder in vernünftiger Größe hinterlegt werden. Scheitert es an mehreren Punkten, ist ein Neubau meist der kürzere Weg.
Was kostet das?
Das hängt vom Umfang ab — Anzahl der Seiten, Bilder, Texte, Anbindungen. Wir rechnen es nach einem Gespräch durch, statt eine Zahl zu nennen, die nachher nicht stimmt.
Der nächste Schritt
Machen Sie die Prüfliste an Ihrer eigenen Seite durch. Wenn Sie danach wissen wollen, was das für Ihren Betrieb konkret heißt: 09195 9392909 oder info@xaicore.de.